Montag, 3. November 2025

Das Schweinchen - ein Zufall

 Wir lieben Schweine genauso wie alle anderen Tiere. Sie sind ja auch genauso wie alle anderen Tiere, wenn man sie sein lässt, wie sie sind. Leider werden sie besonders oft auf grausame Art und Weise  gehalten. Deshalb haben sie mein besonderes Mitgefühl. Aber ansosnten habe ich mit Schweinen nichts zu tun. 

Als wir unser Haus kauften, fanden wir verschiedene alte Sachen in Kästen. Unter anderen ein Schweine-Faschings-Kostüm. Wie der Zufall es wollte, wurde gerade zu dieser Zeit eine künstlerische Gruppe mit dem Namen "2 Pigs" gegründet. Bestehend aus Leuten die ich kenne. 

 Gestern kam ich spontan auf die Idee nach Perchtoldsdorf zu fahren und dort spazieren zu gehen. Ich wollte Fotos machen. Parkplätze gab es eigentlich genug, aber keinen fand ich passend. Immer wieder dachte ich: Jetzt bleibe ich stehen! Doch etwas in mir widersprach jedesmal und ließ mich weiter fahren. Kennt ihr das vielleicht auch? Es ist keine Stimme im Kopf, sondern einfach bloß ein weiterer Gedanke, der jedoch vom ersten Gedanken irgendwie unabhängig aufzutreten scheint. Als wäre da noch jemand, der in mir denkt. Ich fuhr viel weiter, als ich ursprünglich vorgehabt hatte. Endlich gab der zweite Gedanke Ruhe und ich parkte ein. Es hätte auch Parkplätze gegeben, in denen man einfacher hätte einparken können. Danach stieg ich aus. In diesem Moment bekam ich eine Meldung vom Handy. 2 Pigs meldeten sich. Ich ging zurück, vorbei an dem Auto das nun hinter mir stand. In diesem atuo lag sehr gut zu sehen ein kleines Schweinchen aus Stoff.

Samstag, 1. November 2025

Hat es bei uns gespukt? Ein Nachtrag.

 

Hat es bei uns gespukt?

Gestern am Nachmittag war ich alleine zu Hause. Mein Arbeitszimmer ist im 1. Stock. Von dort aus höre ich immer sehr gut ob jemand kommt, oder geht.

  Ich war gerade beim Computer. Vor kurzem habe ich mit jemandem korrespondiert, der Studien mit Medien macht. Also mit Menschen die behaupten, mit der jenseitigen Welt in Verbindung zu stehen. Natürlich kreisten meine Gedanken seither um dieses Thema. Ich habe ja auch schon Spuk erlebt. Skeptiker und Psychiater mögen das für verrückt halten, aber es ist wirklich so. Bei zwei derartigen Erlebnissen war ich auch nicht alleine. Wenn zwei Menschen spontan dasselbe wahrnehmen, ist es normalerweise keine Sinnestäuschung und auch keine Psychose. Angst hat es mir übrigens in dem Moment auch nicht immer gemacht.

  Ich sah auf Facebook nach, was es Neues gibt. Es tauchten gleich mehrere Einträge auf, bei denen es um Geister ging. Auch Fotos waren dabei. Nebenbei erwähnt ist dieses Foto hier, kein Geisterfoto. Ich habe bloß nachträglich im Dunkeln ein Foto der Treppe gemacht, die zum 1. Stock hinauf führt.

  Jedenfalls saß ich oben und dachte an Geister, da hörte ich, dass jemand in die Wohnung kam. Natürlich dachte ich, es sei M. Ich hörte auch, dass unten jemand herum ging. Es klang schon irgendwie anders als sonst, aber ich dachte mir anfangs nichts dabei. Zur Sicherheit rief ich M. Es hätte ja auch ein Einbrecher sein können. Keine Antwort. Dann hörte ich jemanden die Treppe hinauf gehen. Das war ungewöhnlich, denn M geht nie hinauf, wenn er nach Hause kommt. Außerdem hatte ich ein seltsames Gefühl. Mir war, als würde ich direkt spüren, dass jemand da war. Also stand ich auf und sah nach. Niemand war zu sehen. Plötzlich hörten auch die Geräusche auf. Ich durchsuchte die ganze Wohnung, aber da war wirklich niemand. Schon irgendwie gruselig.

  Bei uns knarren keine Dielen, weil wir keinen Holzboden haben. Unten gibt es Fliesen am Gang und in den Zimmern überall Parkett auf festem Untergrund. Die Treppe ist mit Kunststoffbahnen beklebt. Geräusche macht man trotzdem, wenn man herum geht. Aber auf der Treppe normalerweise am wenigsten.  

Schon seit einiger Zeit überlege ich, ob ich mich wieder mehr mit Psi beschäftigen sollte. Das schiebe ich immer wieder hinaus. In letzter Zeit galt meine Aufmerksamkeit vor allem der Hypnose. Ich hypnotisiere mich mit einem gesprochenen Text selbst. Das ist mehr oder weniger alles, was ich derzeit mache. So gut wie kein Sport mehr, hin und wieder Konzentrationsübungen, die ich nicht durchhalte, weil mir immer wieder Gedanken dazwischen kommen. Der Spuk kommt mir da sehr gelegen. Es ist wie eine Aufforderung, wieder mehr Experimente zu machen.

Nicht nur ich finde ständig irgendwelche Dinge, oder Lebewesen - seltsame Geräusche

 Jetzt macht mir M auch schon Konkurrenz was das Finden betrifft. Vor kurzem fand er eine 2€ Münze. Das ist ja eigentlich nicht ungewöhnlich. Ich finde oft Münzen, leider sind es meistens nur Cent Stücke. Vor einigen Tagen fand er aber sogar ein Messer. 

Wer verliert ein Küchenmesser auf der Straße? Wir waren gerade gemeinsam spazieren, als M plötzlich vom Gehsteig hinunter sprang und triumphierend seine Beute aufhob. Ich hatte es nicht bemerkt, M schon und er nahm es mit.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hörte ich ein seltsames Geräusch, als ich wach wurde und aufstand, weil ich zur Toilette musste. Ob es im Haus war, oder draußen, konnte ich nicht erkennen. Ich fürchtete, jemand wäre vielleicht in den Keller eingedrungen und überlegte deshalb, ob ich die obere Türe auch versperren solle. Machte ich dann doch nicht, legte mich wieder ins Bett und schlief weiter. 

Am nächsten Tag fuhren wir einkaufen. Als wir zurückkamen, fuhren wir an der Garage vorbei. Sie war offen. Beim Wegfahren hatten wir das nicht sehen können, weil wir in die andere Richtung fuhren. Ich bin ziemlich sicher, dass sie in der Nacht geöffnet worden war. Am Tag zuvor war sie aber ganz sicher geschlossen. M wollte mir einreden, er habe sie vielleicht unabsichtlich geöffnet, weil er einen Handschuh auf die Fernbedienung geworfen habe. Das glaube ich nicht. So einfach lässt sich die Fernbedienung nicht einschalten. Der Handschuh lag auch ganz woanders. Ich glaube er wollte mich nicht beunruhigen. 

In der Garage war nichts entwendet worden. Da gibt es auch nichts Brauchbares. Außerdem hatte ich das Licht eingeschaltet, als ich aufstand. Das sieht man ja von der Straße her. Ich habe auch durch mehrere Fenster nach draußen geschaut. Ein Einbrecher wäre da sicher schnell geflohen. Vielleicht sollte ich mir doch wieder einen Hund nehmen? 

Voriges Jahr hatte ich für Halloween Süßigkeiten gekauft, falls Kinder läuten. Niemand kam und wir mussten die Süßgkeiten selbst essen. Wie schrecklich. ;)

Heuer haben wir nichts gekauft und natürlich kamen dieses Mal Kinder und läuteten an.


Montag, 27. Oktober 2025

Geballte Zufälle und alle haben mit dem Tod zu tun

 Am Sonntag waren wir bei der Trauerfeier. Es war eine weite Reise. Drei Stunden waren wir unterwegs. Die Urne stand bereits an ihrem Platz. Aus der Trauerfeier im engsten Familienkreis wurde eine große im Freundeskreis. So weit so gut. 

Wir fuhren nach Hause. Ich wollte etwas im Fernsehen ansehen. Weil ich nie ein Programm habe, klicke ich normalerweise alle Sender durch um anschließend zu entscheiden was ich mir ansehe. Diesmal entschied ich mich spontan dazu, gleich den 2. Programmplatz zu wählen. 

Es lief ein Tatort. Titel: Letzte Ernte. Es ging natürlich um einen Mord, aber ein Toter der gezeigt wurde, starb eines natürlichen Todes. Man sah ihn aufgebahrt im Zimmer auf einem Bett liegend, davor eine brennende Kerze. Es gab also keine Urne, aber etwas ähnliches. Das wäre ja noch nicht so besonders verwunderlich gewesen. Aber zufällig starb der alte Mann an Krebs, der gestreut hatte und im Gehirn dafür sorgte, dass er nicht ansprechbar war. Operieren konnte man ihn nicht. 

K hatte zwar keinen Krebs, aber eine eitrige Zyste im Gehirn und er war zum Schluss nicht mehr ansprechbar. Operieren konnte man ihn nicht.

Im Film sah man kleine Geweihe an der Wand und einen ausgestopften Fuchs, der eine wichtige Rolle spielte.


 
Ich hab leider zu spät fotografiert, deshalb ist der Duchs nicht so gut zu erkennen.

Wie man auf dem Foto mit der Urne erkennen kann, gibt es dort auch solche Geweihe. Einen ausgestopften Fuchs gibt es auch, aber den bekamen wir nicht zu sehen, weil er irgendwo verstaut worden war. Doch davon wurde gesprochen und zwar sehr ausführlich. 

Das alleine war schon ein seltsamer Zufall. Wer hat schon einen ausgestopften Fuchs zu Hause? 

Es gab später noch einen zweiten Tatort. Den sah ich mir auch an. Wahrscheinlich habe ich gespürt, dass noch etwas auf mich warten wurde. Titel: Baum fällt. Alles lief auf ORF2.

In dem Film ging es um einen Mann, der ermordet worden war.  Die Polizei ist bereits vor Ort, die Kriminalpolizei kommt hinzu. Der Kriminalbeamte fragt: "Wo ist die Leiche!" Der Polizist meint: "Leiche ist etwas übertrieben. Er wurde verbrannt!" Man sieht einen großen Haufen Asche. Dann zeigt er auf ein Stück Metall. Das war ein künstliches Gelenk. Mehr war von ihm nicht übrig. Ohne dieses Gelenk hätte man gar nicht gemerkt, dass man ihn verbrannt hatte. 

K wurde ja verbrannt, deshalb die Urne. Er hatte ein künstliches Gelenk und das erst seit kurzem. 

Das Mordopfer in dem Film hatte einen Bruder, den man der Tat verdächtigte. Der Bruder hieß K. Ich glaube dieser Name kommt nicht sehr häufig in Filmen vor. Noch dazu wurde er mehrmals erwähnt. 

Abgesehen von diesen vielen Zufällen war es schon ein Zufall, dass ich mir ausgerechnet diese beiden Filme angesehen habe. Vermutllich hätte es auch bessere Alternativen gegeben. Was ich nicht weiß, weil ich gar nicht danach gesucht hatte. Die Tatort Krimis sind nicht gerade meine erste Wahl.

Samstag, 25. Oktober 2025

Felssturz und Baumschlag

 Kaum zu glauben aber wahr. Es gab einen Felsturz in der Nähe von uns. Kein großer, aber er hätte tödlich ausgehen können. 


Von dort oben ging ein großer Brocken ab. So wie es aussieht, könnten noch weitere folgen. Der Weg wurde abgesperrt. 



 

Dort zu gehen ist an sich gefährlich. Viele Bäume fallen um und auf den Weg. Bisher wurde vermutlich noch niemand verletzt - zumindest habe ich nichts dergleichen gehört - aber wer weiß was noch kommt. 

Wenn stärkere Bäume umfallen, lässt man sie nicht einfach liegen, so wie diese dünnen Stämme die hier zu sehen sind. 

Ganz ungefährlich ist es jedenfalls nicht, dort spazieren zu gehen.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Wir gehen selten ins Theater.

 Vor einigen Tagen waren wir im Theater. In keinem großen, die Schauspieler/innen waren auch nur Laien. Aufgeführt wurde es in einem Saal der AK in Mödling

Trotz Navi hatten wir Schwierigkeiten hinzufinden. Weil es kaum Parkplätze gab. Endlich fanden wir einen. Wieder mit Navi suchten wir den Weg. Leider steht M offenbar mit dem Navi auf Kriegsfuß. Eigentlich hätten wir eine Menge Zeit gehabt, durch unseren langen Fußweg aufgrund falscher Navigation, erreichten wir tatsächlich in letzter Minute unseren Bestimmungsort. Wir setzten uns auf unsere Plätze, schon ging es los. Hätten wir absichtlich versucht so überpünktlich zu sein, wäre uns das niemals gelungen. 

Von Tschechow habe ich nie etwas gesehen, oder gelesen. Ausgewählt habe ich die Vorstellung aufgrund der lustigen Fotos. 


Ich wollte M nicht mit einem schwierigen Stück überfordern. Außerdem hatte ich auch nichts Interessantes gefunden. 

Jetzt kommt wieder der Zufall ins Spiel. Das Thema im Stück "der Bär" ist auch bei uns derzeit ein wichtiges Thema, über das wir oft sprechen. In dem Stück geht es um einen Gläubiger, der sein Geld nicht bekommt. Jemand den wir gut kennen, hat viele Schulden gemacht. Einer der Gläubiger versucht, sein Geld zurück zu bekommen, indem er - wie im Stück - hartnäckig sein Geld zurück fordert. Nachdem M ihn dazu ermutigt hat. Ob er zufällig auch einen Bart trägt, wie der Schauspieler im Stück, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kenne ihn nicht. Den Schuldner kenne ich. Er hat sich vor kurzem einen Bart wachsen lassen. Ganz sicher bin ich mir nicht: Im Stück sieht man das Bild des Schuldners an der Wand hängen. Ich glaube mich dunkel erinnern zu können, dass der Mann auf dem Bild einen Bart trug.

Das Stück geht anders aus, als der Schwank im realen Leben, weil der Schuldner verstorben ist. Dessen Frau übernimmt die Schulden und will nicht zahlen. Unser Schuldner wird hoffentlich nicht in nächster Zeit sterben. Er ist noch ziemlich jung.

Es gibt keine "dummen" Zufälle

  Lange hatte ich die Asche meines Hundes einfach in einem Plastikbehälter aufbewahrt. Ich wollte für Basil eine Urne anfertigen, oder eine kaufen. Kaufen war mir dann doch zu teuer. Es gibt sehr schöne, die jedoch über 200 Euro kosten. Das weiß ich, weil meine Tochter die Asche des zweiten Hundes haben wollte. Sie kaufte eine wirklich coole Urne für Chelsy. So viel Geld wollte ich nicht ausgeben. Deshalb bastelte ich selbst eine, allerdings aus Metallfolie.

Das schaut lustig aus und passt zu ihm. Er war ein sehr lustiger Hund. 

 In manchen Filmen sieht man die Urne von Verstorbenen in der Wohnung stehen. Das kam mir etwas makaber vor. Sogar die Asche meines eigenen Hundes wollte ich anfangs nicht in meiner Nähe haben. Ich habe die "Urne" aus diesem Grund zuerst draußen aufgestellt. Das fand ich dann etwas unpassend und holte sie ins Haus. In der Zwischenzeit habe ich mich daran gewöhnt. Trotzdem kam mir die Aufbewahrung von menschlicher Asche in der Wohnung, irgendwie gruselig vor. Das hat mich zeitweise sehr beschäftigt. Jetzt tritt der Fall ein, direkt damit konfrontiert zu werden. Als habe mich eine unbekannte Macht schon lange in diese Richtung drängen wollen.

Menschen die sich als Skepiker/innen sehen, versuchen sich einzureden, paranormale Ereignisse wären nichts weiter als Selbsttäuschung, oder gar Betrug. Sie verlangen Beweise, während sie selbst gar nichts beweisen können. Vor allem "der Zufall" hat es ihnen angetan, weil ja bekanntlich nicht sein kann, was nicht sein darf. Ich hingegen bin aufgrund meiner eigenen - durchaus kritischen - Beobachtungen der Meinung, dass Zufälle immer intelligent sind. Das unterstellt nicht, sie müssten uns etwas sagen wollen. Das glaube ich gar nicht. Aber ich denke sie geschehen unterbewusst und sie lassen sich in einem gewissen Ausmaß von uns unterbewusst steuern. 

Ist es "Zufall", oder "Notwendigkeit"?

Wir hatten schon seit Jahren Kontakt zur Frau von K, aber davor vergingen bereits mehrere Jahre, wo wir auch mit ihr nichts zu tun hatten. Wir kannten sie nicht. Ihn selbst lernte ich nicht kennen, weil er sehr weit weg wohnte und einen Hund hatte. Ich hatte nämlich auch einen Hund, zeitweise sogar zwei. Ein Besuch wäre mit den Tieren ziemlich anstrengend gewesen, weil der eine Hund ziemlich lästig war, wenn er auf einen anderen Hund traf. Der andere Hund reagierte panisch, wenn man mit ihm im Auto fuhr. An einen Besuch war daher nicht zu denken. K war nicht bereit sein Haus zu verlassen. Er lebte sehr zurückgezogen gemeinsam mit seiner Frau, die jedoch immer wieder nach Wien kam. Meine Hunde starben, aber ich mochte trotzdem nicht so weit auf Besuch fahren. Ich wollte K aber doch gerne kennen lernen.

Oft dachte ich an K - unbekannter Weise - weil über ihn gesprochen wurde, oder weil seine Frau uns besuchte. Die Idee, seine Frau würde ohne ihn schwer zurecht kommen, begleitete mich dabei ständig. Darüber sprach ich auch mit anderen. Immer hatte ich das Gefühl, er werde in absehbarer Zeit sterben. Der Mann hatte zwar Probleme mit seinem Bewegungsapparat, ansonsten war er vermutlich jedoch nicht kränker als andere Menschen in seinem Alter. 

Irgendwann kam ich plötzlich auf die Idee, doch zu den Beiden auf Besuch zu fahren. Was wir dann auch machten. Er war mir sympathisch.

Das war das einzige Mal, dass ich ihm begegnete. 

Einige Zeit später - ich weiß nicht wie lange danach - brach er überraschend bewusstlos zusammen. Zuerst hielt man es für einen Gehirntumor, aber es war ein eitriges Abszess. Wenige Wochen danach starb er daran. Sein plötzlicher Tod war sicher nicht für andere vorhersehbar gewesen.

War es Zufall, dass ich ihn kurz vor seinem plötzlichen Tod besucht habe? Es war sozusagen die letzte Chance ihn kennen zu lernen.

Wieso beschäftigte mich immer wieder der Gedanke, der Mann würde bald sterben? Ich kannte ihn gar nicht und niemand hielt meine Idee für überzeugend. Niemand konnte wissen, dass es so schnell gehen würde.   

Ich glaube unterbewusst wissen wir alles, aber sehr oft wollen wir nichts von all dem was wir wissen, etwas wissen. 

Derzeit konzentriere ich mich auf K. Werde ich ihn erreichen können? Noch weiß ich es nicht, aber ich werde weiter dran bleiben. Vielleicht schaffe ich es ja auch. Heute Nacht habe ich ständig an ihn gedacht. Deshalb konnte ich überhaupt nicht schlafen. Das war die stärkste Konzentration bisher. Passiert ist jedoch nichts.

Es wird kein Begräbnis geben, nur eine Trauerfeier zu Hause. Weil er eingeäschert wurde, oder wird und weil seine Frau die Urne mit nach Hause nimmt.

Ich werde dabei sein.

Wieviele Menschen kennt ihr, die als Kind mit einer Sterbenden im Bett lagen?

 In der heutigen Zeit, in unserer modernen Gesellschaft, wo doch so ziemlich jedes Kind sein eigenes Bett hat, kommt es wohl eher selten vor...