Am 8.9.2026 schrieb ich hier, auf diesem Blog, wie unwohl ich mich vor dem Imbiss beim Westbahnhof gefühlt habe. https://neuepsiexperimente.blogspot.com/2026/09/ein-abend-im-kaffee-westend.html Am 19.9.2026 wurde genau dort ein Mann mit einer Eisenstange verprügelt. Mein Gefühl hat mich also nicht getäuscht. https://www.heute.at/s/mann-vor-westbahnhof-imbiss-mit-eisenstange-verpruegelt-120254010
Wenn man genauer betrachtet was derartige Gefühle sind, so scheint das vielfältige Ursachen zu haben. Zum Einen kann man rein verstandesmäßig einschätzen, ob eine Gefahr besteht. In diesem Fall bestand eigentlich keine Gefahr, denn weder ich, noch jemand anderer wurde angegriffen. Das geschah erst einige Tage später. Trotzdem war mein Gefühl eine realistische Einschätzung des tatsächlich vorhandenen Gefahrenpotenzials.
Anders verhält es sich mit dem was man gemeinhin "Bauchgefühl" nennt, denn dieses kann man nicht begründen. Es ist plötzlich einfach da und man weiß nicht wieso. In diesem Fall handelt es sich um das Unterbewusstsein, welches sich zu Wort meldet. Wenn dann auch noch eine Handlung dazu kommt, die man sich bewusst nicht erklären kann, die man einfach plötzlich setzt, geht das noch einen Schritt weiter. Das Unterbewusstsein übernimmt die Kontrolle. Das kann katastrophal sein, aber auch genial.Ein Beispiel:
Ich wurde beobachtet, was mir meistens nicht auffiel, weil es mir mehr oder weniger egal war. Wenn man verschiedene Ereignisse vorher sagt, macht einen das verdächtig. Da kann es schon passieren, dass irgendwelche Leute neugierig werden und wissen wollen, wie man das macht. Einmal schien mein Unterbewusstsein etwas dagegen zu haben.
Ich fuhr eine Straße entlang, so wie tausendmal vorher und auch nachher. An einer Stelle konnte man rechts abbiegen, was ich natürlich nie tat, weil ich immer stur meine Strecke fuhr. Es gab nie einen Grund, dort ab zu biegen und ich habe auch nie jemanden gesehen, der dort hinein gefahren wäre. Doch einmal wurde ich genau dort total unsicher und das Gefühl ich müsse dort abbiegen, ergriff mich. So ganz sicher war ich mir nicht, doch der Zwang siegte und ich tat es. Dann kam die große Überraschung. Was wollte ich hier? Das war nicht einmal eine normale Straße. Man musste einen großen Kreis fahren und kam dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Eine andere Möglichkeit gab es gar nicht.
Als ich in den Rückspiegel sah bemerkte ich mehrere Autos die in einem größeren Abstand ebenfalls eingebogen waren und genauso wie ich die Runde fuhren, um dann den ursprünglichen Weg weiter zu fahren, genauso wie auch ich es tun musste, weil es ja keine andere Möglichkeit gab.
Die Leute hinter mir werden geglaubt haben, ich hätte sie bewusst bemerkt und hätte sie deshalb in eine Falle gelockt. Aber das war nicht so. Ich hatte keine Ahnung, dass diese Abzweigung zu keiner "normalen" Straße führte, sondern in eine Sackgasse. Noch dazu in eine Sackgasse, in der man nicht so einfach stehen bleiben konnte. Auch die Verfolger hatte ich nicht bemerkt. Es gab viel Verkehr.
Das Unterbewusstsein wusste etwas, das ich nicht wusste und das wollte es mir vermutlich zeigen. Ich war ja nicht in Gefahr, es musste mich nicht retten, aber es wollte mir etwas mitteilen. Bisher habe ich oft Situationen erlebt, die mir gezeigt haben , dass da eine höhere Intelligenz im Spiel ist, die mich leitet und die mir etwas mitteilen möchte. Sie kann sich offensichtlich nicht verbal ausdrücken. Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Ich hatte nie Stimmen im Kopf. Mein Unterbewusstsein ist stumm. Nur im Traum spricht es manchmal mit mir, indem eine verbale Aussage in eine Traumszene verpackt wird. Dann sagt jemand etwas, oder ich weiß einfach, dass da ein Satz ist, auch wenn er gar nicht ausgesprochen wird.
Die Geschichte ging noch weiter. Im Fernsehen erklärte später bei einem Interview ein deutscher Detektiv, ER sei von jemandem gestellt worden. Das schien ihn zu überraschen, aber auch zu amüsieren. Es gab keinen Beweis dafür, dass er mich damit meinte, aber ich wusste es in diesem Moment ganz einfach. Allerdings bekam ich keinen Beweis für die Echtheit dieses Gefühls. Das hat mich gestört, weil ich Unklarheiten nicht mag. Unklarheiten können zu falschen Reaktionen und zu fixen Ideen führen. Deshalb registriere ich solche unsicheren Gefühle zwar, klammere mich jedoch nicht daran. Denn die Gefahr besteht, sich in eine falsche Richtung zu entwickeln. Das Ziel muss sein, das Unterbewusstsein als eine höhere Intelligenz zu akzeptieren, der man sich anvertrauen kann, die beschützt und hilft. Trotzdem muss einem klar sein: nicht jedes Gefühl kommt von diesem Unterbewusstsein. Es kann sich auch um reinen Instinkt handeln und der ist manchmal sehr dumm.
